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Ein Ausbildungsbetrieb, der vorbildhaft Mitarbeiter/innen anderer Nationalität und Herkunft ausbildet, ist das Unternehmen „Özer – Unfallreparaturen und Kfz-Lackiererei“ aus Lünen-Brambauer. Herr Özer fördert seine Auszubildenden durch sein eigenes Vorbild, durch Toleranz gegenüber schlechten Schulabschlüssen oder schwierigen Biographien, denn Mehrfachabbrecher und nicht zuletzt auch Förderschüler erhalten bei ihm eine Ausbildungschance. Er bildet bei einer Betriebsgröße von 18 Mitarbeitern insgesamt 5 Auszubildende aus, von denen 3 eine Einwanderungsgeschichte mitbringen.
Ein gutes Beispiel für die Nutzung und Förderung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter ist die Dortmunder Gebäudereinigung Vogt GmbH & Co KG. Das Unternehmen zeigt beispielhaftes Engagement für die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bemerkenswert ist zudem die Beteiligung an einem BMBF-Projekt „Kompetenzentwicklung in interkulturell zusammengesetzten Teams“, dessen Arbeit auch nach Beendigung der öffentlichen Förderung im Unternehmen weitergeführt wird. Zu diesem Zweck beschäftigt Vogt einen Dozenten, der interkulturelle Trainings für die Reinigungskräfte durchführt und damit die aktive interkulturelle Teamentwicklung unterstützt.
Der Floristikbetrieb Flo-Deko aus Holzwickede ist ein kleines Unternehmen mit vier Mitarbeitern, der zwei russischstämmige Frauen ausbildet. Vor zwei Jahren gegründet, begreift das Unternehmen das Thema Interkulturalität als Bestandteil des Leitbildes und setzt bewusst auf eine interkulturelle Teamzusammensetzung. Dies dient der Ansprache von Kunden mit Migrationshintergrund und zugleich wird die Vielfalt des Teams als Bereicherung betrachtet, die sich auch in der Gestaltung der Sträuße und Blumengestecke ausdrückt. Als besondere Initiative hat das Unternehmen während der WM ein internationales Sommerfest durchgeführt, um Kunden zu gewinnen.
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